
Digitaler Wärmepumpen-Check · Kosten
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus inklusive Einbau meist zwischen 27.000 und 45.000 Euro. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue, abgesenkte Fördersätze.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus inklusive Einbau meist zwischen 27.000 und 45.000 Euro. Nach Abzug der KfW-Förderung bleiben im Standardfall rund 14.000 bis 32.000 Euro Eigenanteil. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue, abgesenkte Fördersätze. Wer den Wechsel plant, sollte deshalb mit aktuellen Zahlen rechnen, nicht mit den Werten aus dem Vorjahr. Prüfen Sie in wenigen Minuten, welcher Kostenrahmen bei Ihrem Haus realistisch ist: mit dem Wärmepumpen-Check.
| Kostenblock | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Erdwärmepumpe (Sole-Wasser) |
|---|---|---|
| Gerät und Zubehör | 12.000 bis 20.000 € | 15.000 bis 25.000 € |
| Erschließung Wärmequelle | entfällt | 8.000 bis 15.000 € (Bohrung) |
| Einbau, Hydraulik, Inbetriebnahme | 8.000 bis 15.000 € | 8.000 bis 15.000 € |
| Nebenarbeiten (Heizkörper, Speicher, Elektrik) | 2.000 bis 10.000 € | 2.000 bis 10.000 € |
| Gesamt vor Förderung | 27.000 bis 45.000 € | 35.000 bis 55.000 € |
Die Spannen sind real. Was Ihr Haus kostet, hängt an wenigen Faktoren: Baujahr und Dämmzustand, vorhandene Heizkörper oder Fußbodenheizung, Warmwasserbedarf und der Aufwand für die Einbindung ins bestehende System. Genau diese Faktoren fragt der Check ab.

Die Heizungsförderung läuft über das KfW-Programm 458, als direkter Zuschuss, nicht als Kredit. Seit der Reform zum 21.07.2026 setzt sie sich so zusammen:
| Baustein | Satz | Wer bekommt ihn |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | alle Eigentümer beim Einbau einer förderfähigen Heizung |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Selbstnutzer, die eine funktionierende fossile Heizung austauschen. Sinkt halbjährlich weiter |
| Einkommensbonus | 10 bis 40 % | Selbstnutzer, gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen |
Gedeckelt wird bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten, bei niedrigen Einkommen bei 80 Prozent. Als förderfähige Kosten zählen seit der Reform maximal 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Der Höchstzuschuss liegt damit bei 22.400 Euro.
Wichtig für die Planung: Der Antrag muss vor der Auftragserteilung gestellt werden. Wer erst den Vertrag mit dem Heizungsbauer unterschreibt und dann beantragt, verliert den Zuschuss komplett. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.
Selbstgenutztes Einfamilienhaus, funktionierende Ölheizung wird gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe getauscht, Gesamtkosten 34.000 Euro:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gesamtkosten | 34.000 € |
| Förderfähige Kosten (Deckel) | 28.000 € |
| Zuschuss Standardfall: 30 % + 16 % = 46 % | 12.880 € |
| Eigenanteil | 21.120 € |
Greift zusätzlich der Einkommensbonus, sinkt der Eigenanteil weiter, im Maximalfall auf 11.600 Euro. Welche Bausteine bei Ihnen zusammenkommen, hängt an Ihrer Haus- und Einkommenssituation. Der Check ordnet das in wenigen Minuten ein.
Eine Wärmepumpe holt rund drei Viertel der Heizwärme kostenlos aus der Umwelt, bezahlt wird nur der Antriebsstrom. Das macht die Betriebskosten stabiler als bei Öl und Gas: Steigt der Strompreis um 10 Prozent, steigen die Heizkosten nur um etwa 2,5 Prozent. Bei Öl und Gas schlägt jede Preiserhöhung voll durch. Mit einem Wärmepumpen-Stromtarif und guter Jahresarbeitszahl liegen die jährlichen Stromkosten im Einfamilienhaus typischerweise zwischen 800 und 1.600 Euro. Dazu kommt: kein Schornsteinfeger für die Feuerstätte, keine Tankreinigung, geringe Wartungskosten.
Stand: 25.08.2026. Fördersätze nach KfW-Programm 458 in der seit 21.07.2026 gültigen Fassung. Die Konditionen sinken planmäßig — erstmalig zum 01.02.2027.
Wärmepumpen-Checkliste
Was Eigentümer vor Angebot und Förderung prüfen sollten — als Seite zum Nachlesen und als PDF zum Mitnehmen.
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Inklusive Einbau meist zwischen 27.000 und 45.000 Euro vor Förderung. Nach Abzug des Zuschusses im Standardfall rund 14.000 bis 32.000 Euro Eigenanteil.
Im Standardfall 46 Prozent der förderfähigen Kosten (Grundförderung plus Klimageschwindigkeitsbonus), maximal sind je nach Einkommen bis zu 80 Prozent und 22.400 Euro möglich. Es gelten die abgesenkten Sätze seit 21.07.2026.
In den meisten Bestandsgebäuden ja, gerechnet über die Laufzeit: höhere Anschaffung, aber Zuschuss von mindestens 30 Prozent, stabilere Betriebskosten und keine CO2-Preis-Belastung. Eine neue Gasheizung erhält keine Förderung.
Nein, nicht zwingend. Entscheidend ist, ob die Heizkörper die nötige Wärme bei niedrigeren Vorlauftemperaturen abgeben. Das lässt sich prüfen, bevor Sie investieren.