
Digitaler Wärmepumpen-Check · Altbau
In den meisten Fällen ja, auch mit normalen Heizkörpern und ohne Komplettsanierung. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern ob Ihr Haus die nötige Wärme bei moderater Vorlauftemperatur in die Räume bekommt.
In den meisten Fällen ja, auch mit normalen Heizkörpern und ohne Komplettsanierung. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern ob Ihr Haus die nötige Wärme bei moderater Vorlauftemperatur in die Räume bekommt. Genau das lässt sich vorab prüfen. Seit 2026 gilt außerdem: Keine gesetzliche Pflicht zwingt Sie zu irgendetwas, dafür fördert der Staat den freiwilligen Tausch mit aktuell 46 bis 80 Prozent. Die Frage ist also rein wirtschaftlich, und sie lässt sich beantworten.
Vorlauftemperatur: Kommt Ihr Haus an kalten Tagen mit rund 55 Grad Vorlauf aus, läuft eine Wärmepumpe effizient. Der Praxistest kostet nichts: Heizung an einem kalten Wintertag auf 55 Grad begrenzen. Werden die Räume warm, ist der wichtigste Punkt geklärt
Heizkörper: Fußbodenheizung ist ideal, aber kein Muss. Oft reichen die vorhandenen Heizkörper, manchmal müssen einzelne gegen größere getauscht werden. Das sind Hunderte, nicht Zehntausende Euro
Dämmzustand: Jede Dämmmaßnahme hilft, keine ist Voraussetzung. Relevant ist der Ist-Zustand von Dach, Fenstern, Fassade für die Heizlast, nicht ein Idealbild
Platz: Stellfläche fürs Außengerät mit Abstand zum Nachbarn, Zugang zum Heizraum. Ein Rundgang ums Haus klärt das

| Einwand | Was dran ist |
|---|---|
| „Altbau braucht 70 Grad Vorlauf“ | Manche ja, viele nicht. Messen statt vermuten: der 55-Grad-Test |
| „Ohne Fußbodenheizung sinnlos“ | Falsch. Moderne Wärmepumpen arbeiten auch mit Heizkörpern effizient, ggf. einzelne tauschen |
| „Erst komplett dämmen“ | Nicht zwingend. Dämmen verbessert die Rechnung, verhindert sie aber nicht |
| „Im Altbau viel zu teuer im Betrieb“ | Hängt an der Jahresarbeitszahl. Bei passender Auslegung liegen die Betriebskosten unter Öl/Gas, zumal deren CO2-Kosten steigen |
| „Zu laut fürs Wohngebiet“ | Aktuelle Geräte sind deutlich leiser, Aufstellort und Abstand regeln den Rest. Gehört in die Fachplanung |
Die Anschaffung liegt im Altbau im üblichen Rahmen von 27.000 bis 45.000 Euro (Luft-Wasser, inkl. Einbau), dazu kommen je nach Haus einzelne Heizkörpertausche oder Anpassungen. Die Förderung unterscheidet nicht nach Baujahr: Grundförderung 30 Prozent, Austausch-Bonus aktuell 16 Prozent, Einkommensbonus bis 40 Prozent, Deckel 70 bzw. 80 Prozent auf maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten. Gerade im Altbau mit alter Öl- oder Gasheizung ist der Austausch-Bonus fast immer drin, und der sinkt ab Februar 2027 halbjährlich. Alle Kostenblöcke im Detail.
Stand: 25.08.2026. Rechtslage nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), in Kraft seit 29.07.2026. Fördersätze nach KfW-Programm 458 in der seit 21.07.2026 gültigen Fassung. Die Konditionen sinken planmäßig — erstmalig zum 01.02.2027.
Ihr Altbau ist wahrscheinlich besser geeignet, als Sie denken. Starten Sie den Wärmepumpen-Check und sehen Sie es schwarz auf weiß.
Altbau-Eignung prüfenDauert nur wenige Minuten. Ihre Hausdaten helfen, den nächsten Schritt sinnvoll vorzubereiten.
Ein Stichjahr gibt es nicht. Es zählt die Kombination aus Vorlauftemperatur, Heizlast und Wärmeübergabe, nicht die Jahreszahl im Grundbuch.
Nein, im Altbau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der Standardweg. Erdwärme ist effizienter, aber teurer in der Erschließung.
In schwierigen Gebäuden eine Option für die Spitzenlast. Ob nötig, zeigt die Heizlastbetrachtung, oft ist sie es nicht.
Mit wenigen Angaben zu Baujahr, Heizkörpern, Dämmzustand und Verbrauch liefert der Check eine fundierte Ersteinschätzung, vor jedem Fachtermin.