Digitaler Wärmepumpen-Check · Förder-Reform

Was hat sich an der KfW-Förderung geändert?

Im Standardfall sank der Zuschuss für ein Einfamilienhaus von 15.000 auf 12.880 Euro. Gleichzeitig stieg der mögliche Höchstzuschuss für Haushalte mit niedrigem Einkommen auf 22.400 Euro.

Alt-Neu-VergleichErgebnis vor der AnfrageAktuelle Fördersätze

Seit dem 21. Juli 2026 gelten für die Heizungsförderung (KfW 458) abgesenkte Konditionen. Im Standardfall sank der Zuschuss für ein Einfamilienhaus von 15.000 auf 12.880 Euro. Gleichzeitig stieg der mögliche Höchstzuschuss für Haushalte mit niedrigem Einkommen auf 22.400 Euro. Hier stehen alle Änderungen im direkten Vergleich, damit Sie mit den richtigen Zahlen planen.

Alt gegen Neu: Alle Änderungen in einer Tabelle

Konditionen der Heizungsförderung vor und nach dem 21.07.2026
PunktBis 20.07.2026Seit 21.07.2026
Grundförderung30 %30 % (unverändert)
Klimageschwindigkeitsbonus20 %16 %, sinkt halbjährlich weiter
Effizienzbonus5 %Entfallen
Emissionsminderungszuschlag2.500 €Entfallen
Einkommensbonus30 % pauschal10/30/40 % gestaffelt, nur Selbstnutzer
Förderfähige Kosten (1. WE)30.000 €28.000 €, weitere Absenkung ab 01.02.2027
Maximaler Fördersatz70 %70 %, bei niedrigen Einkommen 80 %
Maximalzuschuss EFH21.000 €22.400 € (nur mit 80-%-Deckel)
Münzstapel mit Holzhaus und Grünpflanze als Sinnbild für Förderbeträge

Was das in Euro bedeutet

Beispiel: selbstgenutztes Einfamilienhaus, Ölheizung wird gegen eine Wärmepumpe getauscht, Gesamtkosten 34.000 Euro, kein Einkommensbonus.

Standardfall vor und nach der Reform
Alte RichtlinieNeue Richtlinie
Fördersatz Standardfall50 % (30 + 20)46 % (30 + 16)
Basis30.000 €28.000 €
Zuschuss15.000 €12.880 €
Differenzminus 2.120 €

Wer den Antrag vor dem 21.07.2026 gestellt hat, wird nach den alten Konditionen gefördert. Für alle neuen Anträge gelten die neuen Sätze.

Wer verliert, wer gewinnt

  • Verlierer der Reform: der Standardfall. Wer nur Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus bekommt, erhält gut 2.000 Euro weniger als vorher, und mit jeder Degressionsstufe wird es weniger.

  • Gewinner: Haushalte mit niedrigem Einkommen. Für sie stieg der mögliche Deckel auf 80 Prozent und damit der Höchstzuschuss von 21.000 auf 22.400 Euro.

  • Unverändert wichtig: die Reihenfolge. Antrag vor Auftragserteilung, sonst entfällt der Zuschuss komplett.

Der Fahrplan: Es wird planmäßig weniger

Die Reform ist keine einmalige Kürzung, sondern der Einstieg in einen Absenkungspfad: Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt halbjährlich weiter, die förderfähige Kostenbasis sinkt ab dem 01.02.2027 erneut. Jede Stufe ist im Voraus festgelegt. Das heißt im Klartext: Derselbe Heizungstausch wird mit jedem Halbjahr des Wartens teurer, ganz ohne Preiserhöhung beim Handwerker. So läuft der Antrag Schritt für Schritt.

Stand: 25.08.2026. Fördersätze nach KfW-Programm 458 in der seit 21.07.2026 gültigen Fassung. Die Konditionen sinken planmäßig — erstmalig zum 01.02.2027.

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Häufige Fragen

Gelten die alten Sätze noch für mich?

Nur, wenn Ihr Antrag vor dem 21.07.2026 bei der KfW eingegangen ist. Neue Anträge laufen zu den neuen Konditionen.

Ist die 70-Prozent-Förderung damit Geschichte?

Nein. 70 Prozent bleiben mit Einkommensbonus erreichbar, bei niedrigen Einkommen sind sogar 80 Prozent möglich. Der Standardfall ohne Boni liegt bei 46 Prozent.

Wann sinkt die Förderung das nächste Mal?

Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt halbjährlich, die förderfähige Kostenbasis ab dem 01.02.2027. Die konkreten Stufen stehen in der KfW-Richtlinie.

Lohnt sich der Wechsel trotz Kürzung noch?

In den meisten Fällen ja: Auch 46 Prozent Zuschuss bekommt keine andere Heizungstechnik, und die Betriebskosten sprechen zunehmend für die Wärmepumpe.