Digitaler Wärmepumpen-Check · Entscheidung

Wärmepumpe oder Gasheizung: Was ist 2026 die richtige Wahl?

Für die meisten Bestandsgebäude gewinnt die Wärmepumpe die Gesamtrechnung. Die Gasheizung gewinnt nur noch in Sonderfällen.

15-Jahres-SichtErgebnis vor der AnfrageSonderfälle benannt

Für die meisten Bestandsgebäude gewinnt die Wärmepumpe die Gesamtrechnung: Sie kostet mehr in der Anschaffung, holt das aber über Zuschuss (im Standardfall 46 Prozent), niedrigere und stabilere Verbrauchskosten und den steigenden CO2-Preis auf Gas wieder herein. Die Gasheizung gewinnt nur noch in Sonderfällen. Seit Juli 2026 zwingt Sie kein Gesetz mehr, umso wichtiger ist die ehrliche Rechnung. Hier ist sie.

Der direkte Vergleich

Wärmepumpe und neue Gasheizung nach Entscheidungskriterien
KriteriumWärmepumpeNeue Gasheizung
Anschaffung inkl. Einbau (EFH)27.000 bis 45.000 €Deutlich darunter
Zuschuss46 bis 80 % der förderfähigen Kosten0 €
Eigenanteil nach FörderungJe nach Gesamtkosten rund 14.000 bis 32.000 €Voller Preis
Jährliche EnergiekostenStrom, ~75 % Wärme gratis aus der UmweltGas + steigender CO2-Preis
ZusatzregelnKeineAb 2029 Bio-Quote für neue Anlagen
Kostenrisiko über 15 JahreGedämpftFossil-gekoppelt, politisch verteuert
Wartung/NebenkostenGering, kein Schornsteinfeger für die FeuerstätteWartung + Abgasweg
Haus mit Wärmepumpe zur blauen Stunde

Die Rechnung, die zählt: 15 Jahre, nicht der Kaufpreis

Wer heute eine Heizung einbaut, trifft eine Entscheidung bis etwa 2040. In diesem Zeitraum wirken drei sichere Faktoren für die Wärmepumpe: der Zuschuss senkt den Einstieg, der CO2-Preis verteuert jede Gas-Kilowattstunde, und die Bio-Quote greift ab 2029 zusätzlich bei neuen fossilen Anlagen. Für die Gasheizung spricht der niedrigere Einstiegspreis, sonst wenig. Und dieser Vorteil schrumpft mit jeder Heizsaison.

  • Aber die Förderung sinkt doch auch?: Stimmt, planmäßig und halbjährlich. Das ist kein Argument für die Gasheizung, sondern eines gegen das Warten: Der beste Fördersatz für Ihre Wärmepumpe ist der aktuelle.

Wann die Gasheizung die bessere Wahl sein kann

Wir verkaufen keine Ideologie, deshalb klar benannt: Bei einem Verkauf der Immobilie in wenigen Jahren, bei einem Gebäude, das ohne unverhältnismäßige Umbauten keine effiziente Wärmepumpe trägt, oder wenn kurzfristig schlicht das Budget fehlt, kann die Gasheizung die pragmatische Lösung sein. Ob Ihr Haus so ein Sonderfall ist, lässt sich mit wenigen Angaben prüfen. Meistens ist es keiner. Die Gasheizung im Kostendetail.

So treffen Sie die Entscheidung in 3 Schritten

  1. 1

    Eignung prüfen: Baujahr, Heizkörper, Dämmzustand, Vorlauftemperatur. Das entscheidet, wie effizient eine Wärmepumpe bei Ihnen läuft

  2. 2

    Förderung einordnen: Welche Bausteine (Grundförderung, Austausch-Bonus, Einkommensbonus) kommen bei Ihnen zusammen

  3. 3

    Angebot vorbereitet anfragen: Mit den Hausdaten aus dem Check kann ein Fachbetrieb schneller und präziser anbieten

Stand: 25.08.2026. Rechtslage nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), in Kraft seit 29.07.2026.

Treffen Sie die 15-Jahres-Entscheidung nicht nach Bauchgefühl

Beantworten Sie wenige Fragen zu Haus, Heizung und Ausgangslage. In wenigen Minuten zur strukturierten Einschätzung für Ihr Haus.

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Dauert nur wenige Minuten. Ihre Hausdaten helfen, den nächsten Schritt sinnvoll vorzubereiten.

Häufige Fragen

Ist die Wärmepumpe im Altbau überhaupt sinnvoll?

Häufig ja, auch mit Heizkörpern. Entscheidend ist, ob die Wärmeübergabe bei moderaten Vorlauftemperaturen funktioniert. Das ist prüfbar.

Was, wenn meine Gasheizung noch läuft?

Dann haben Sie Zeit, aber keine unbegrenzte: Die Förderung sinkt in festgelegten Stufen, der CO2-Preis steigt. Rechnen lohnt sich vor dem Defekt, nicht erst danach.

Hybrid: Gasheizung behalten und Wärmepumpe ergänzen?

Möglich und in manchen Gebäuden sinnvoll. Ob sich das rechnet, hängt an Gebäude und Verbrauchsprofil.

Wie schnell bekomme ich Klarheit?

Der Check dauert wenige Minuten und liefert eine Ersteinschätzung zu Eignung, Kostenrahmen und Förderfaktoren, bevor Sie mit Fachbetrieben sprechen.